Freiwillige Feuerwehr Solnhofen
Freiwillige Feuerwehr Solnhofen

Mitglied werden?

Sie wollen Mitglied bei uns werden? Dann nutzen Sie unser Kontaktformular für weitere Infos und Anmeldungen oder schauen Sie einfach bei der nächsten Übung vorbei. Wir freuen uns auf Sie!

Terminplan

Nächste Jugend-feuerwehr Übung

Hier finden Sie uns:

Feuerwehr Solnhofen
Bahnhofstraße 8
91807 Solnhofen

 

 

Für Pressemitteilungen (Zeitung/Radio) wenden Sie sich bitte an :

 

Kommandant Rene Platz

0178 90 69 97 7

 

oder an die Gemeinde Solnhofen.

Technischer Rückblick der FFW Solnhofen

Schauübung 1920

Damals vor 125 Jahren, also 1874, war die Aufgabe der Feuerwehr Brände, die zu der Zeit noch sehr häufig auftraten, zu löschen. Mit der Zeit konnte dies durch die immer besser werdende Brandbekämpfung, aber vor allem auch durch einen zuverlässigen Feuerschutz, immer besser geschehen, so dass Brände in den Letzten 25 Jahren eher selten wurden.

 

Die Technisierung unserer Gesellschaft hat dafür andere Gefahren mit sich gebracht, die auch in das Aufgabengebiet der Feuerwehren fallen. Die Gefahr im Straßenverkehr, aber auch die Gefahr, die von modernen Produktionsanlagen ausgeht, haben so zu einer Verschiebung des Einsatzbereiches weg von der Brandbekämpfung und hin zur technischen Hilfeleistung geführt, wofür aber auch eine spezielle Ausrüstung nötig wurde.

 

Die Entwicklung unserer Wehr hängt aber auch mit der Lage Solnhofen an einem Gewässer, der Altmühl, zusammen. Obwohl so einerseits die Löschwasserversorgung allzeit gesichert ist, liegt andererseits in einem Gewässer auch ein großes Gefahrenpotenzial. Für etwaige Unfälle wurde deshalb ein Schlauboot und später auch eine Ölsperre, welche beide schon vielfach ihren Einsatz fanden, angeschafft.



Erstes Feuerwehrauto von 1930

Aber nicht nur die Ausrüstung hat sich geändert, sondern auch die Pumpe bzw. das Auto selbst. 1874 stand lediglich eine Handpumpe, die von Mensch oder Tier gezogen wurde und an der per Hand gepumpt wurde, zur Verfügung. Mit der Entwicklung des Automobils konnte 1930 dann erstmals ein Fahrzeug zur schnelleren Beförderung von Pumpe und Ausrüstung angeschafft werden.



Zweites Feuerwehrauto von 1960

Mit dem Motor des zweiten Fahrzeuges aus dem Jahr 1960 konnte schon die an der Front befestigte Pumpe angetrieben werden. Im Auto befand sich allerdings noch kein Gerät zur technischen Hilfeleistung. Erst das zur damaligen Zeit hochmoderne Löschfahrzeug LF16, das 1981 gekauft wurde, brachte einen großen technischen Wandel. 

Löschfahrzeug LF 16 mit seiner technischen Ausrüstung

Der 12 Tonnen schwere LKW mit zuschaltbarem Allradantrieb und im Heck befindlicher Pumpe hat Gerät zur technischen Hilfeleistung sowie Atemschutzgeräte an Bord. Die Pumpe fördert bei 8 bar Druck 1600 Liter Wasser pro Minute und ist auch heute noch Standard für ein Fahrzeug dieser Größe. Außerdem befindet sich ein 800-Liter-Wassertank im Fahrzeug, so dass mit dem „Schnellangriff“ Kleinbrände gelöscht werden können (z.B. Böschungsbrand), noch bevor eine Schlauchverbindung zu einem Hydranten steht. Ebenso können mit dem zumischbaren Schaummittel Autobrände bekämpft werden.

Zusatzausrüstung zur technischen Hilfeleistung: Notstromaggregat (rechts oben) und Motorpumpenaggregat mit "Schere" (ganz links) und "Spreizer"

Bei einer Nachtübung am 6. Dezember 1997 im Zementwerk, bei der verschiedene Unfälle simuliert wurden, kam die gesamte technische Ausrüstung zum Einsatz. Man stellte einen PKW unter einen 27 Tonnen schweren Radlader. Zum Bergen des Fahrzeuges hob man den Radlader mit zwei „Büffelwinden“ an und zog den PKW mit dem Greifzug heraus. Nicht weit davon legte man einen weiteren PKW auf die Seite. Nach dem Umkippen und dem Stabilisieren des Fahrzeugs entfernte man die Türe mittels Schere und Spreizer und nahm danach das Dach ab. Zum Ausleuten der „Unfallstelle“ verwendete man die Lichtgiraffe.



Feuerwehrmann mit Atemschutzausrüstung. Mit den 1600 Litern Luft, die in einer Preßluftflasche sind, kann er je nach körperlicher Belastung bis zu 40min umluftunabhängig atmen.

Mit dem technischen Fortschritt des Fahrzeugs und der Ausrüstung wurden neben dem Erwerb des Leistungsabzeichens auch spezielle Ausbildungen für die Wehr notwendig, einerseits um die Vielzahl technischer Geräte zu beherrschen und andererseits um der dem Feuerwehrmann aufgetragenen Verantwortung gerecht zu werden. In der Wehr haben deshalb der Kommandant die Ausbildung zum Leiter einer Feuerwehr, vier weitere Kameraden die Ausbildung zum Gruppenführer und zwei den Maschinistenlehrgang besucht. Darüber hinaus gibt es zwölf Atemschutzträger, die Jedes Jahr zu Fortbildung müssen, drei Kameraden, die die Ausbildung zur technischen Hilfeleistung in Würzburg absolvierten und fünf, die sich mit dem Funk am besten auskennen. Außerdem besuchten fünf junge Kameraden die Grundausbildung zum Truppmann/Truppführer.

 

Der technische Fortschritt der Zivilisation macht sich auch in der Art der Alarmierung deutlich. Vor dem Zweiten Weltkrieg noch wurde ein Brand dem nächsten Feuerwehrmann gemeldet. Dieser rief dann seine Kameraden zusammen. Außerdem wurden die Kirchenglocken geläutet. Nach 1945 wurde dann durch Sirenen mit Handkurbel alarmiert, die im Zweiten Weltkrieg vor allem zum Warnen vor feindlichen Luftangriffen eingesetzt wurden. Erst danach entwickelten sich die großen Sirenen, wie wir sie heute kennen.

 

Die modernste Technik der Alarmierung sind die Funkmeldeempfänger, umgangssprachlich „Piepser“ genannt, über welche die Solnhofener Wehr leider nicht verfügt. Durch diese kann die Feuerwehrfrau bzw. der Feuerwehrmann auch außerhalb des Ortes, z.B. am Arbeitsplatz im Steinbruch, alarmiert werden, wodurch sich ein kürzerer Alarmweg ergibt.

Allerdings wurde 2012 eine SMS-Alarmierung installiert. Diese funktioniert ähnlich wie die Funkmeldeempfänger. Jedoch bekommt man hier die Nachricht direkt auf das Handy, was in unserer heutigen hochtechnologischer Zeit, in der jeder über ein Handy verfügt, mehr Vorteile besitzt.




Druckversion Druckversion | Sitemap
© Feuerwehr Solnhofen

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.